03.03.2017

Bei Wind und Wetter

Mitarbeiter der Altertumskommission und des Kreises Borken auf der Suche nach Überresten der Vredener Landwehr (Foto: Altertumskommission für Westfalen/D. Zarnke).

Wer glaubt, Archäologie sei eine Schönwetterdisziplin, der irrt. Zu viel Sonne, reflektierendes Licht und in voller Blüte stehende Bäume sind zwar eine schöne Nebenerscheinung, aber bei der archäologischen Spurensuche nicht immer von Vorteil. Dies gilt vor allem für unsere westfälischen Landwehren. Meistens noch als flache Wälle mitten im Wald erhalten, lassen sich diese am besten zu Jahreszeiten ausfindig machen, an denen das Unterholz noch frei zugänglich ist und Blattwerk nicht die Sicht versperrt.

Über Stock und Stein (Foto: Altertumskommission für Westfalen/D. Zarnke).

So waren Mitarbeiter der Altertumskommission und des Kreises Borken am 20.02.2017 in Vreden unterwegs, um für ein weiteres Heft in unserer "Blauen Reihe" – Landwehren in Westfalen – die Gegebenheiten vor Ort in Augenschein zu nehmen. Da zu einer Landwehr neben Wällen auch entsprechende Gräben gehören und diese heute häufig von modernen Entwässerungsgräben überprägt sind, waren Gummistiefel das Kleidungsstück der Wahl. Frühe Aufzeichnungen über die Vredener Landwehr führten uns von Gaxel bis an die niederländische Grenze und im Osten bis an den Ölbach, über vermoostes Unterholz, durch Dornenhecken und Sumpflandschaften. Nach vielen Stunden bei Sturm und Regen wissen wir nun deutlich mehr über den einstigen Verlauf der Landwehr und mit Kuchen als Wegzehrung im Gepäck wird ein solcher Tag dann doch zu einem erinnerungswürdigen Abenteuer.


Kategorien: Landwehren · Bei der Arbeit

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